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Vor 750 Wahrscheinlich vor der Mitte des achten Jahrhunderts entstand Fürth als königlicher Stützpunkt an der wichtigen West-Ost-Straße von Frankfurt über Würzburg nach Regensburg. Dass Karl der Große 793 Fürth gegründet hat, ist eine Sage.

1007 König Heinrich II. verschenkte Fürth, das in seinem Besitz war, an den Dompropst des neu gegründeten Bistums Bamberg. Die Urkunde über diese Schenkung erwähnt Fürth zum ersten Mal sicher als "locum Furti" (= Ort Fürth).

1100 Der Bau der Michaelskirche wurde begonnen. Ihr heutiges Erscheinungsbild wird aber von der Spätgotik, also von den Bauerweiterungen und -veränderungen des 15. Jahrhunderts bestimmt.Über Jahrhunderte war die Michaelskirche das einzige monumentale Gebäude in Fürth. Allein ihr Turm charakterisierte die Orts-Silhouette.

1632 Fürth hatte im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) viel zu leiden.1632 fand in der Nähe die Schlacht an der Alten Veste zwischen Gustav Adolf und Wallenstein statt. Beide Heere, zusammen ca. 100.000 Mann, hielten sich monatelang in der Umgebung auf und versorgten sich nach dem Grundsatz "Der Krieg ernährt den Krieg" aus dem, was sie im Land vorfanden. Als sie schließlich abzogen, waren Fürth und sein Umland völlig ausgeraubt.

1634 Für Fürth das schlimmste Jahr im Dreißigjährigen Krieg. Die Kroaten zündeten den Ort an, erbost darüber, dass hier nichts mehr zu finden war. Fürth brannte tagelang und wurde fast vollständig zerstört. Die Hälfte der Bevölkerung war am Ende dieses Krieges umgekommen.

1806 Fürth wurde dem Königreich Bayern eingegliedert.

1835 Die erste deutsche Eisenbahn fuhr am 7. Dezember die 6 km lange Strecke vom Nürnberger Plärrer zur (heutigen) Fürther Freiheit. Für diese Eisenbahn hatte man Lokomotive und Lokomotivführer aus England kommen lassen müssen. Nun musste man schnell lernen, auf eigenen Beinen zu stehen, um ein großes Eisenbahnnetz zu schaffen. Deshalb ist dieses Datum wichtig als entscheidender Anstoß für die Industrialisierung in Deutschland.

1840 – 1850 Rathausbau. Der 55 Meter hohe Turm wurde das neue Wahrzeichen Fürths.

1850 Fürth zählte ca. 16.000 Einwohner. Für die wachsende Bevölkerung wurde planmäßig das Viertel hinter dem Rathaus als neuer Stadtteil angelegt.

1865 Mit dem Bau der Würzburger Bahnlinie wurde Fürth an den überregionalen Eisenbahnverkehr angebunden. Aus dieser Zeit stammt das Gebäude des heutigen Hauptbahnhofs.

1890 Durch die industrielle Entwicklung der letzten Jahrzehnte war die Hochindustrialisierung in vollem Gange. Die wichtigsten Branchen waren die Spiegel-, Maschinen-, Bronzefarben-, Brillen-, Spielwaren- und Möbelfabrikation. Die Fürther Industrie war ausgesprochen exportorientiert. 1890 wurden z. B. Spiegel im Wert von 9,4 Millionen Reichsmark in die USA verkauft.  1890 zählte Fürth 43.000 Einwohner. Mit der Südstadt entstand ein neuer Stadtteil. Auch nach Osten, an der Nürnberger Straße entlang, dehnte sich die Stadt aus und wuchs mit ihrer Nachbarin zusammen.In diesem Jahr wurde Fürth Garnisonstadt.

1899 Durch Eingemeindungen wurde Fürth rasch größer: 1899 Weikershof, 1900 Poppenreuth, 1901 Dambach mit Ober- und Unterfürberg, 1918 Unterfarrnbach mit Atzenhof, 1923 Burgfarrnbach und 1927 Ronhof mit Kronach.

1900 Fürth zählte ca. 54.000 Einwohner. 1910 waren es bereits 66.000.

1903 Die Spielvereinigung Fürth wurde als Abteilung des Turnvereins 1860 gegründet. 1906 machte sie sich selbständig. 1914, 1926 und 1929 gewann sie die deutsche Fußballmeisterschaft.

1914 Mit seinem großen Reservoir an Heilquellen wurde Fürth zum Kurbad ausgebaut. Der Erste Weltkrieg beendete die positive Entwicklung.

1922 In einer Volksabstimmung sprachen sich 64,8% der Fürther Bürger gegen eine Eingemeindung nach Nürnberg aus.

1938 Obwohl in Fürth Juden und Christen jahrhundertelang gut zusammengelebt hatten, fand auch in Fürth die Pogromnacht statt. Synagogen wurden zerstört. Die planmäßige Vernichtung der jüdischen Bevölkerung setzte ein.

1945 Da im Zweiten Weltkrieg nur 10,6% der Häuser zerstört worden waren, kamen immer mehr Flüchtlinge und Ausgebombte nach Fürth. Es herrschte eine unglaubliche Wohnungsnot.

1950 Fürth hatte 100.000 Einwohner und wurde damit Großstadt. Neue Industrien, die mit den Namen Grundig, Metz und Siemens verbunden waren, und das Versandhaus Quelle brachten auch in Fürth das Wirtschaftswunder in Gang.

 

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